Freitag, 7. April 2017

Rezension: "Die Vernichteten" von Ursula Poznanski



Autor: Ursula Poznanski
Titel: Die Vernichteten
Verlag: loewe
Format: Taschenbuch
Seitenzahl:
Preis: 9,95€
Bewertung: 5 von 5 Herzen

Um was geht es? (ACHTUNG! Sowohl Klappentext als auch meine Meinung können Spoiler zu den vorherigen Teilen enthalten!)

Das grandiose Finale einer außergewöhnlichen Thriller-Trilogie – ein meisterhaftes Verwirrspiel. Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.

Meine Meinung:

Als ich damals mit der Trilogie angefangen habe, habe ich etwas völlig anderes erwartet, als ich bekommen habe. Möglicherweise war ich deshalb vom Auftakt ein klein wenig enttäuscht. Aber die Trilogie hat mir wirklich von Buch zu Buch besser gefallen. Wer meine letzte Rezension gelesen hat, weiß, dass ich den zweiten Teil schon wirklich gut fand. Aber diesen Teil hier hätte ich am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt! Es kommt so selten vor, dass mir der letzte Band am besten gefällt, meistens ist es der erste, der zweite ist ganz schwach und der dritte ist okay. Aber das hier war wirklich ein grandioses Finale!

Dass ich die Bücher von Ursula Poznanski liebe, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. Aber noch nie hatte ich so stark das Bedürfnis danach, dass ihre Bücher verfilmt werden. Das ist meiner Meinung nach eine Geschichte, die absolut nach Hollywood gehört! Ein klein wenig erinnert mich das Ganze auch irgendwie an „Die Tribute von Panem“, obwohl es nicht wirklich was damit zu tun hat. Aber trotzdem musste ich hin und wieder daran denken. Im guten Sinn, nicht im Sinne von „das hab ich alles schon mal gelesen“, mehr so im Sinne von „das ist so gut wie, wenn nicht sogar besser“.

Das Buch hatte alles, was es zu einem guten Buch braucht. Und oh, ich würde euch so gerne was zu dem Ende sagen, aber das wäre gemein. Aber ich finde, das macht sehr viel aus. Das Ende ist mit einer der Gründe, warum mir das Buch so gut gefallen hat. Mir juckt es in den Fingern, euch zu sagen, wieso, und das sogar ohne, dass ich verraten würde, was genau passiert, aber ich glaube, ich würde vielleicht trotzdem zu viel verraten. Für Leute, die noch kein einziges der Bücher gelesen haben, wäre es okay, aber die, die vielleicht gerade mittendrin sind, würden eventuell erraten, auf was es hinausläuft.

Es ist so doof, weil ich gerne so viele Dinge schreiben würde, die mich an dem Buch begeistert haben, aber ich habe wirklich Angst, zu viel zu erzählen.
Deshalb fasse ich mich möglichst kurz: Mir hat absolut gefallen, wie sich die Geschichte zwischen Ria und Aureljo entwickelt hat. Ich bin sehr dafür, was passiert ist. Ria ist immer noch mein liebster Charakter und obwohl sie diesmal teilweise vielleicht etwas zu heldenhaft war, fand ich es dennoch nicht übertrieben oder nervig. Aber auch viele, viele andere Charaktere finde ich wirklich toll. Es gab eigentlich nur einen, den ich von vornherein gar nicht mochte, einen, der mir nicht wirklich sympathisch war und einen, der sich seine Chancen, gemocht zu werden, mit der Zeit selber versaut hat. Und dann gibt es natürlich diese typischen Feinde, die man weder mag, noch mögen soll. Aber ich ziele mehr auf diese Charaktere ab, die eine große Rolle spielen und bei denen sich gerne mal die Geister scheiden. Ich war diesmal absolut zufrieden mit der Auswahl und auch mit der Entwicklung der Figuren. Und es waren wirklich sehr vielfältige Charaktere dabei.

Ich empfehle die Bücher guten Gewissens weiter, verhaue mich innerlich dafür, dass sie recht lang auf meinem SuB lagen und bin mir ziemlich sicher, dass ich sie nochmal lesen werde, sobald eben dieser kleiner oder gar abgebaut ist. Das ist definitiv eine Trilogie, die man gut und gerne mehrmals lesen kann. Und das ohne, dass sie nervig wird. Es fallen einem höchstens noch mehr Details auf, die man gut finden kann. Und ich bin mir sicher, dass ich bei einem Reread auch den ersten Band mit anderen Augen sehe. In positiver Hinsicht. Ganz klare Leseempfehlung! Da hat eine meiner liebsten Autorinnen mal wieder großartige Arbeit geleistet, auf die sie zu Recht stolz sein kann!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!



Eure Lisa
 

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